Dies ist die neue Version von Wartungsvertrag.Online

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Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

1. Geltungsbereich, Vertragspartner, Vertragssprache

(1) Diese AGB regeln die Nutzung der webbasierten Software "Wartungsvertrag.Online" (nachfolgend "Plattform" oder "Dienst") durch Unternehmer im Sinne des § 14 BGB. Die Nutzung durch Verbraucher (§ 13 BGB) ist ausgeschlossen.

(2) Vertragspartner und Anbieter der Plattform ist:

Kotyza Haustechnik GmbH & Co. KG, Gewerbepark Birkenhain 14, 63579 Freigericht,
vertreten durch die Komplementärin Kotyza GmbH, Geschäftsführer: Michael Kotyza.
USt‑IdNr.: DE194388407; HRA 12199 (AG Hanau), HRB 13222 (AG Hanau)
E‑Mail: info@wartungsvertrag.online – Web: https://wartungsvertrag.online

(3) Vertragssprache ist Deutsch. Entgegenstehende oder abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht anerkannt, es sei denn, ihrer Geltung wird ausdrücklich schriftlich zugestimmt.

2. Leistungsbeschreibung

(1) Die Plattform ist eine Multi‑Tenant SaaS‑Lösung für Handwerksbetriebe zur Verwaltung von Kunden, Objekten/Häusern, Produkten, Wartungsverträgen und zugehörigen Dokumenten (z. B. Angebote/Verträge/PDFs), inkl. E‑Mail‑Versand an Kunden, Such‑ und Exportfunktionen.

(2) Technische Grundlage: Web‑App (Next.js) mit Server‑/API‑Diensten. Folgende Drittanbieter sind integraler Bestandteil der Leistung:

  • - Firebase (Google): Authentifizierung, Datenbank (Firestore), Storage, App Check (reCAPTCHA Enterprise)
  • - Algolia: Such‑/Indexierungsdienst
  • - MailerSend: Versand transaktionaler E‑Mails
  • - Stripe: Abonnement‑/Zahlungsabwicklung
  • - Vercel: Hosting/Deployment/Log‑Infrastruktur

(3) Funktionsumfang und jeweils verfügbare Module ergeben sich aus der jeweils aktuellen Leistungsbeschreibung auf der Website bzw. im Produkt. Die Plattform wird laufend weiterentwickelt (Ziff. 10).

3. Registrierung, Konto, Nutzerrollen

(1) Für die Nutzung ist eine Registrierung erforderlich. Bei Registrierung versichert der Kunde, Unternehmer zu sein und vollständige, richtige Angaben zu machen.

(2) Der Kunde kann Benutzerkonten/‑rollen (z. B. Admin/Techniker/Viewer) innerhalb seiner Firma anlegen und verwalten. Der Kunde ist verpflichtet, Zugangsdaten geheim zu halten und Nutzungen durch Dritte zu verhindern.

(3) Der Abschluss des Nutzungsvertrags erfolgt mit Bestätigung der Registrierung bzw. Freischaltung des Kontos durch den Anbieter. Ein Anspruch auf Vertragsschluss besteht nicht.

4. Vergütung, Zahlungsabwicklung, Testphase

(1) Die Nutzung erfolgt je nach gewähltem Tarif (z. B. Basic/Pro/Premium) gegen die jeweils ausgewiesene Vergütung. Preise sind netto zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer.

(2) Die Zahlungsabwicklung erfolgt über Stripe. Zahlungsdaten werden unmittelbar an Stripe übermittelt; der Anbieter erhält keine vollständigen Kartendaten.

(3) Abonnements verlängern sich automatisch um die jeweilige Vertragslaufzeit, sofern nicht fristgerecht gekündigt (Ziff. 6). Rechnungen werden elektronisch bereitgestellt.

(4) Sofern eine Testphase/Probezeit angeboten wird, endet diese automatisch; die weitere Nutzung setzt einen zahlungspflichtigen Tarif voraus. Missbrauch der Testphase berechtigt zur Sperrung.

5. Verfügbarkeit, Wartung, Support

(1) Der Anbieter erbringt die Leistungen mit der im B2B‑Bereich üblichen Sorgfalt und stellt eine angemessene Verfügbarkeit sicher. Geplante Wartungsfenster, notwendige Sicherheits‑Updates und höhere Gewalt bleiben unberührt.

(2) Support wird in der Regel per E‑Mail bereitgestellt (info@wartungsvertrag.online) zu den auf der Website angegebenen Zeiten. Reaktionszeiten können je nach Tarif/vereinbartem SLA variieren.

(3) Der Kunde erkennt an, dass internet‑ und systembedingte Unterbrechungen nie vollständig ausgeschlossen werden können.

6. Laufzeit und Kündigung

(1) Abonnements laufen für die gewählte Mindestlaufzeit (z. B. monatlich/jährlich) und verlängern sich jeweils automatisch, sofern nicht bis zum Ende der Laufzeit in Textform gekündigt wird. Die Kündigung wird zum Ende der jeweiligen Abrechnungsperiode wirksam.

(2) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor bei schwerwiegendem oder wiederholtem Verstoß gegen diese AGB, Zahlungsverzug von mehr als 30 Tagen, oder wenn die Fortführung des Vertrags dem kündigenden Teil unzumutbar ist.

(3) Mit Vertragsende wird der Zugang gesperrt. Der Kunde hat vor Vertragsende die Möglichkeit, eigene Daten in einem gängigen Format zu exportieren, soweit technisch vorgesehen. Gesetzliche Aufbewahrungspflichten bleiben unberührt.

7. Pflichten des Kunden, Nutzungsbeschränkungen

(1) Der Kunde ist für sämtliche Inhalte/Daten verantwortlich, die in seinem Mandantenbereich verarbeitet werden (Richtigkeit, Rechtmäßigkeit, Einholung erforderlicher Einwilligungen, Wahrung von Schutzrechten Dritter). Der Kunde stellt sicher, dass keine rechtswidrigen Inhalte übermittelt/gespeichert werden.

(2) Der Kunde hat geeignete organisatorische Maßnahmen zu treffen, um unbefugte Zugriffe zu verhindern (z. B. Benutzer‑/Rollenverwaltung, Passwortschutz, 2FA, Widerruf abgelaufener Zugänge).

(3) Untersagt sind insbesondere: Reverse Engineering, Sicherheits‑/Lasttests ohne Zustimmung, Umgehung von Schutzmechanismen, Nutzung außerhalb der vertraglich vorgesehenen Zwecke, Verstoß gegen Export‑/Sanktionsrecht.

8. Datenverarbeitung, Datenschutz, Auftragsverarbeitung

(1) Die Parteien beachten die einschlägigen Datenschutzgesetze, insbesondere die DSGVO. Details zur Verarbeitung ergeben sich aus der Datenschutzerklärung (Datenschutzerklärung in der jeweils aktuellen Fassung).

(2) Soweit der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, schließen die Parteien vor produktiver Nutzung einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO. Ohne AVV kann der Dienst gesperrt oder nur mit Testdaten genutzt werden.

(3) Der Dienst ist mandantenfähig. Der Kunde trägt die Verantwortung, nur Daten seines Unternehmens zu verarbeiten und Daten Dritter/anderer Unternehmen nicht zugänglich zu machen. Die App erzwingt Firmenisolation (companySecret), entbindet den Kunden aber nicht von Sorgfaltspflichten.

9. Rechte an Inhalten, Nutzungsrechte an der Software

(1) Der Kunde bleibt Inhaber sämtlicher von ihm eingestellter Inhalte/Daten. Er räumt dem Anbieter für die Vertragsdauer die erforderlichen einfachen Nutzungsrechte ein, um den Dienst bereitzustellen (Speicherung, Sicherung, Übermittlung, Indexierung, Rendering, E‑Mail‑Versand).

(2) An der Software/Plattform stehen sämtliche Rechte ausschließlich dem Anbieter bzw. seinen Lizenzgebern zu. Der Kunde erhält ein einfaches, nicht übertragbares, auf die Vertragsdauer und den vereinbarten Zweck beschränktes Nutzungsrecht.

10. Leistungsänderungen, Beta‑Funktionen

(1) Der Anbieter darf Leistungen in zumutbarem Umfang anpassen (z. B. UI‑/Workflow‑Verbesserungen, Sicherheitsupdates, technologische Aktualisierungen), soweit keine wesentlichen vertraglichen Hauptpflichten eingeschränkt werden.

(2) Beta/Preview‑Funktionen können separat gekennzeichnet sein, ohne Anspruch auf dauerhafte Verfügbarkeit. Nutzung erfolgt auf eigenes Risiko des Kunden; Feedback kann zur Produktverbesserung genutzt werden.

11. Drittanbieter und Integrationen

(1) Der Dienst nutzt die in Ziff. 2 genannten Sub‑Dienstleister. Für deren Leistungen bestehen Auftragsverarbeitungsverträge bzw. geeignete Garantien (z. B. EU‑Standardvertragsklauseln). Änderungen werden in der Datenschutzerklärung dokumentiert.

(2) Der Kunde kann eigene Inhalte/Dateien hochladen. Dritt‑Integrationen (soweit verfügbar) unterliegen ggf. separaten Bedingungen der jeweiligen Anbieter.

12. Gewährleistung und Haftung

(1) Es gelten die gesetzlichen Gewährleistungsrechte, soweit nachfolgend nicht abweichend geregelt.

(2) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie bei Verletzung einer Garantie.

(3) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht). In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Die Haftung für Datenverlust ist auf den typischen Wiederherstellungsaufwand bei ordnungsgemäßer Datensicherung durch den Kunden beschränkt.

(4) Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen. Eine etwaige Haftungssumme (außer in den Fällen Abs. 2) ist der Höhe nach auf die zwischen den Parteien in den letzten 12 Monaten vor Schadenseintritt gezahlten Entgelte begrenzt.

13. Höhere Gewalt

Ereignisse höherer Gewalt (z. B. Ausfall öffentlicher Netze, Stromausfälle, Angriffe auf Infrastrukturen, Pandemien, behördliche Anordnungen), die der Anbieter nicht zu vertreten hat, befreien den Anbieter für die Dauer und im Umfang ihrer Wirkung von den Leistungspflichten. Der Anbieter wird Beeinträchtigungen nach Möglichkeit begrenzen.

14. Aufrechnung, Zurückbehaltung, Abtretung

(1) Der Kunde kann nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen.

(2) Ein Zurückbehaltungsrecht steht dem Kunden nur wegen Gegenansprüchen aus demselben Vertragsverhältnis zu.

(3) Der Anbieter ist berechtigt, Forderungen gegen den Kunden an Dritte zu Finanzierungszwecken abzutreten.

15. Änderungen dieser AGB

Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, soweit berechtigte Interessen dies erfordern und der Kunde hierdurch nicht wider Treu und Glauben benachteiligt wird. Änderungen werden mindestens vier (4) Wochen vor Inkrafttreten per E‑Mail oder in‑App angezeigt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb der Frist, gelten die Änderungen als angenommen. Auf das Widerspruchsrecht wird gesondert hingewiesen. Bei Widerspruch können die Parteien den Vertrag zum Änderungszeitpunkt ordentlich kündigen.

16. Schlussbestimmungen

(1) Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN‑Kaufrechts (CISG). Ausschließlicher Gerichtsstand unter Kaufleuten ist – soweit zulässig – der Sitz des Anbieters (zuständiges Gericht im Bezirk Hanau).

(2) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen Regelung gilt die gesetzliche Regelung; fehlende Regelungen werden durch eine angemessene, dem wirtschaftlichen Zweck entsprechende Regelung ersetzt.

(3) Nebenabreden, Änderungen und Ergänzungen bedürfen der Textform. Dies gilt auch für die Abbedingung dieses Textformerfordernisses.

Stand: 25. September 2025

Hinweis (kein Rechtsrat): Diese AGB sind auf eine B2B‑SaaS‑Web‑Applikation zugeschnitten und basieren auf dem aktuellen Funktionsumfang (Firebase, Algolia, MailerSend, Stripe, Vercel). Vor produktivem Einsatz sollte eine rechtliche Prüfung erfolgen und – falls erforderlich – ein individueller AVV abgeschlossen werden.